#metoo

Veröffentlicht am 10.11.2017 in Allgemein

Da gibt es aktuell diesen Hashtag, #metoo, unter dem im Netz Frauen von sexuellen Belästigungen und sexualisierter Gewalt berichten. Schon einmal gab es bei Twitter unter #Aufschrei einen solchen Aufruf, der sich jedoch mehr Deutschlandweit verbreitete, und unter dem sich ebenfalls Frauen  meldeten, um über sexuelle Belästigungen, die sie erfahren haben, zu berichten. #metoo ist weltweit, und hat sich so schnell verbreitet, das man schon daran merkt, wie wichtig dieses Thema ist.

Erschreckend – und doch als Frau nicht wirklich unerwartet – wie viele Frauen sich weltweit melden, egal ob in der Familie, am Arbeitsplatz, überall scheinen Männer noch immer zu denken, ihre Macht auf diese Weise ausleben zu können.

Wie gut, dass das nun thematisiert wird, und zwar nicht persönlich durch jede einzelne Frau, sondern durch die Menge an Tweets überall und übergeordnet.

Es wird eine breite Diskussion geben, und ist auf allen möglichen Ebenen auch bereits in Gange, die die Gesellschaft hoffentlich weiter bringt. Weg von dem alten und längst überholten Bild, wenn die Frau was will, muss sie mir gefällig sein. Hin zu einer Gleichberechtigung, die Frauen nicht als sexuell verfügbare Masse degradiert. Oder auf Äußerlichkeiten reduziert in der Wahrnehmung.

Am 25. November begehen wir wie jedes Jahr den Tag der Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen. Jedes Jahr wieder. Und Gewalt wird es vermutlich auch immer geben, wir sind nicht naiv. Aber den Opfern von Gewalt Hilfe zu bieten, als Gesellschaft den Betroffenen zur Seite zu stehen, das ist wesentlich und wichtig, und wird in Hamburg von vielen Organisationen seit langer Zeit zugewandt betrieben.

Ein Hashtag, der aufrüttelt, und hoffentlich dazu führt, dass auch unter Männern mehr aufstehen, um den jeweils anderen darauf hinzuweisen, was geht und was nicht. Und die das nicht als cool abtun oder sogar als ein „was der sich traut“ abspeichern, wenn die Grenzen von Respekt gegenüber einer Frau mal wieder überschritten werden. Es ist Zeit für einen breit diskutierten Kodex, wie die Geschlechter sich untereinander verhalten sollten.

Und wir brauchen machtvolle Frauen. Damit die Männer, die es immer noch nicht begreifen wollen, dass Macht nicht für die persönliche Befriedigung, sondern für Vorbild und Leitfigur sein steht,  eine Frau erfahren, der sie mit Macht nicht beikommen können.

Also: Aufstehen, es gibt viel zu tun, Ihr müsst mithelfen, dass diese Gesellschaft sich verändert, es gibt viele Gelegenheiten. Der Hashtag #metoo ist eine, um Veränderungen im eigenen Umfeld einzufordern oder mindestens zu diskutieren. Denn Politik fängt schon im Kleinen an, und je größer die eigene Macht, desto größer ist das Umfeld, das beackert werden kann. Los gehts!

 

 

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