Ab 27. September: Gleichstellung vorantreiben

Veröffentlicht am 29.07.2009 in Bundespolitik

Echte Gleichstellung von Frauen und Männern ist eines der acht zentralen Ziele, für die sich die SPD im Wahlkampf stark macht. Im Interview mit der Zeitschrift Brigitte erklärt der SPD-Parteivorsitzende, wo die SPD handeln wird - und wo die Union zaudert.

Gleichstellung ist für die SPD ein wichtiger Bestandteil des gesellschaftlichen Fortschritts. Zum Beispiel bei der Frage der Lohngleichheit. Die Forderung der SPD: "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit, und zwar gleicher Lohn auch für gleichwertige Arbeit". Viele typische Frauenberufe sind schlechter bezahlt als vergleichbare Jobs, die überwiegend von Männern ausgeübt werden. "Da liegt noch viel im Argen", kritisiert Müntefering im Brigitte-Interview. Und sieht hier "im Gegensatz zu Frau von der Leyen noch viel Handlungsbedarf - ganz zu schweigen von der Mehrheitsmeinung in CDU und CSU".

Zu viel Gleichstellung für von der Leyen

Auch in wirtschaftlichen Führungspositionen sind die gut ausgebildeten Frauen bislang selten zu finden - sie scheitern noch zu oft an von Männern dominierten Netzwerken. Nach Überzeugung der SPD muss sich das ändern. Darum sollen Frauen künftig zumindest zu 40 Prozent in den Aufsichträten großer Unternehmen vertreten sein. Auch hier fühlt sich die Frauenministerin von der Leyen aber nicht zuständig. "Das scheint ihr doch ein bisschen viel in Sachen Gleichstellung und Emanzipation", stellt der SPD-Vorsitzende fest.

Damit Frauen und Männer Beruf und Familie noch besser miteinander vereinbaren können, will die SPD auch die Betreuungssituation weiter verbessern. Die richtige Schrittfolge hierfür beschreibt Müntefering: 1. Qualität in den Krippen und Kitas verbessern, "das heißt kleinere Gruppen, gut ausgebildete Erzieherinnen und Erzieher. 2. Allmählich die Gebühren abbauen. 3. Mehr Ganztagsschulen".

Achtung: Das wollen die Anderen wirklich!

Statt das Ehegattensplitting zu reformieren und Frauen die Teilnahme am Erwerbsleben zu erleichtern, wollen CDU/CSU über den Kinderfreibetrag die Spitzenverdiener entlasten. Statt beim Elterngeld die gemeinsame Kindererziehung durch beide Elternteile weiter zu fördern, wollen CDU/CSU mit einem Teilelterngeld die alten Geschlechterrollen zementieren, die wir überwinden wollen. CDU/CSU verweigern gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften die Gleichstellung.

 

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