Besuch im Hospiz

Veröffentlicht am 16.07.2015 in Arbeitsgemeinschaften

>Seit zwei Jahren gibt es das Hospizhaus des Juliusspitals in der Würburger Sanderau. Jetzt stattete die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen  zusammen mit der Arbeitsgemeinschaft Selbst Aktiv, der Einrichtung, die Menschen auf ihrem letzten Lebensabschnitt begleitet, einen Besuch ab.

Wer das Haus betritt, dem fallen gleich die vielen Papierkraniche auf, die von der Decke hängen oder in den Zimmern als Mobile aufgestellt sind. „Der Kranich ist für uns das Symbol der Achtsamkeit“, sagt Leiterin Sybilla Baumann. Sie führt die Gruppe durch das ganze Haus und erläutert die Arbeitsweise. Oberstes Ziel, sei es, den Gästen (so nennt sie ihre Patienten) nach dem lateinischen Begriff „hospes“ (Gast), den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen. Obwohl das Haus meist ein Ort des Sterbens sei, würde auch viel gelacht, so Baumann. Oberste Priorität habe der Gastwille und nicht das, was die Angehörigen wünschten, erläutert sie weiter. Dies führe manchmal zu Konflikten in dem 10 Betten-Haus. Aber mit viel gutem Willen ließe sich immer eine Lösung finden. „Ich versuche alles möglich zu machen, was geht“, sagt Baumann und erzählt eine Anekdote, in der ein todkranker Mann in seinen letzten Stunden noch einmal lächelte. Im Pflegebad liegend betrachtete er den künstlichen Sternenhimmel, trank ein Glas Sekt und hörte Tanzmusik. Er versank vollkommen in seinen Erinnerungen und war glücklich. Durchschnittlich würden wöchentlich drei bis vier Betten neu belegt, es gebe aber auch Gäste die länger im Haus bleiben. Sehr wichtig sei dem gesamten Team die Angehörigen mit in die Arbeit einzubeziehen. „Unsere Arbeit hört mit dem Tod nicht auf, wir begleiten die Angehörigen, die das möchten, auch noch danach“, sagt Baumann. Dieses Angebot werde nicht von allen angenommen, aber die, die kommen, seien sehr dankbar. Die Besucher äußerten sich angenehm überrascht von der ruhigen und gemütlichen Atmosphäre des Hauses. Einig waren sie sich dass das Haus eine gute Ergänzung zur Palliativmedizin sowie zur ambulanten Hospizarbeit sei.

 

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16.06.2021, 18:00 Uhr - 20:00 Uhr
Dialog digital „Covid19 – Wie hängen Pandemie, Klimawandel und Landwirtschaft zusammen?“

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Vortrag "Wirtschaften: Gerecht, solidarisch, nachhaltig. Utopie oder Realität"

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