Brot und Rosen beim Empfang der AsF Unterfranken.

Veröffentlicht am 06.04.2011 in Veranstaltungen

100 Jahre Internationaler Frauentag ist ein Grund zu feiern. Dabei waren sich die Frauen, die der Einladung der Frauen in der SPD Unterfranken gefolgt sind, sehr einig. Die stellvertretende Bundesvorsitzende der AsF und SPD-Europaabgeordnete Evelyne Gebhardt betonte in ihrer kämpferischen Rede aber auch, dass es noch viel zu tun gebe. „Der Internationale Frauentag ist kein zweiter Muttertag, an dem wir Blumen wollen. Es ist ein Kampftag!“ sagte Evelyne Gebhardt.

Die SPD habe vor 120 Jahren beschlossen für die Gleichstellung der Geschlechter zu kämpfen. Im Berliner und auch im aktuellen Hamburger Grundsatzprogramm der SPD heißt es: wer eine menschliche Gesellschaft will, muss die männliche überwinden. Die stellvertretende Bundesvorsitzende der AsF Evelyne Gebhardt kritisierte, dass Frauen vor allem im Bereich Erwerbsarbeit noch lange nicht mit den Männern auf Augenhöhe sind. „Es ist immer noch nicht Realität was bereits in den Römischen Verträgen steht. In Deutschland verdienen Frauen 23 Prozent weniger als Männer, und damit gibt es eben nicht gleichen Lohn für gleiche Arbeit“, kritisierte Evelyne Gebhardt.
Sie forderte die Bundesregierung und die Europäische Kommission auf endlich aktiv zu werden. „Wir brauchen eine Quote für Frauen in Führungspositionen. So schaffen wir Vorbilder, damit Frauen und Männer endlich die gleichen Einstiegs- und Aufstiegschancen bekommen“, sagte Evelyne Gebhardt. Sie selbst sei als Quotenfrau ins Europäische Parlament gekommen. „Ich verstehe das nicht als Schimpfwort, sondern ich bin stolz darauf“, erklärte die Abgeordnete. Die Quote stelle einen Krückstock dar, der dringend notwendig sei.
Die Europaabgeordnete verwies in ihrer Rede auch auf viele Erfolge der Frauenbewegung. Sie freute sich beispielsweise, dass in Deutschland bereits 1919 das Frauenwahlrecht eingeführt wurde. „Hier war Frankreich langsamer, es dauerte bis 1946“, sagte die gebürtige Französin. Allerdings musste sie bei ihrem Umzug nach Deutschland in den 70er Jahren mit Begriffen wie „Rabenmutter“ und „Fräulein vom Amt“ umgehen, die ihr deutlich zeigten, dass die wirtschaftliche Gleichstellung von Frauen in Deutschland nicht so weit ist, wie in Frankreich.

 

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