Hoher Anteil von Frauen unter jüngeren Hartz IV-EmpfängerInnen

Veröffentlicht am 02.12.2009 in Soziales

zwd Berlin (jvo). 8,1 Millionen Menschen haben am Jahresende 2007 Transferleistungen der sozialen Sicherungssysteme erhalten. Damit war rund jeder zehnte in Deutschland lebende Mensch (9,8 %) auf existenzsichernde finanzielle Hilfen des Staates angewiesen. Das teilte das Statistische Bundesamt am 30. November mit. Hartz IV-Leistungen bezogen Männer und Frauen etwa zu gleichen Anteilen. In der jüngeren Altersgruppe zwischen 15 und 25 Jahren überwog jedoch der weibliche Anteil.

Bei den „BerufseinsteigerInnen“ lag der Anteil der Hartz IV-Empfängerinnen mit 54 Prozent über dem Anteil der Empfänger. Mit steigendem Alter dreht sich das Geschlechterverhältnis. Kurz vor dem Ende ihres Erwerbsleben beziehen mehrheitlich Männer die Sozialleistung. (Männer: 53 %, Frauen 47 %).

Besonders deutlich fällt der Unterschied zwischen den Geschlechtern bei den alleinerziehenden ALG-II-EmpfängerInnen aus. Von den insgesamt 651.000 Alleinerziehenden waren 95 Prozent weiblich. In der Altersgruppe der unter 25-Jährigen betrug ihr Anteil sogar 98 Prozent.

Rentnerinnen stärker auf Grundsicherung angewiesen als Rentner
Auch in der Gruppe der älteren GrundsicherungsbezieherInnen ab 65 Jahren fallen geschlechtsspezifische Unterschiede auf: So bezogen Ende 2007 in Deutschland 2,7 Prozent aller Frauen im Rentenalter
Grundsicherungsleistungen, bei den Männern waren es nur 1,9 Prozent. Vor allem im früheren Bundesgebiet sind viele Rentnerinnen auf die
Grundsicherungsleistungen angewiesen (West: 3,0 %, Ost 1,4 %). Bei den Männern im Rentenalter lag die Bezugsquote bei 2,0 Prozent im früheren Bundesgebiet und 0,9 Prozent in den neuen Ländern.

Eine Ursache für die geringere Grundsicherungsquoten der älteren Personen in den ostdeutschen Bundesländern sehen die StatistikerInnen in der höheren Erwerbsbeteiligung – vor allem auch der Frauen. Dies führte zu höheren Rentenansprüchen, die meist zur Sicherung des Lebensunterhalts im Alter ausreichen. Als weitere mögliche Ursachen für geringere Bezugsquoten in Ostdeutschland kommen ein niedrigerer Ausländeranteil sowie ein geringeres Mietenniveau als im Westen der Bundesrepublik in Betracht.
(30.11.2009)

 

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