Landkreis- AsF fordert Sozialticket

Veröffentlicht am 07.07.2009 in Arbeitsgemeinschaften

In vielen deutschen Städten und Landkreisen gibt es das Sozialticket schon. Die Frauen in der Landkreis SPD halten nun dieses Ticket für den öffentlichen Nahverkehr auch für den Landkreis Würzburg für nötig. Besuche bei Ämtern, Fachärzten oder selbst der Tafel können ganz schön ins Geld gehen, wenn man nicht vor Ort wohnt.
Der Antrag im Wortlaut:


Antrag der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen im Landkreis Würzburg:

Die Fraktion der SPD im Kreistag des Landkreises Würzburg wird aufgefordert, im Kreistag ein Sozialticket zu beantragen.
Folgende Punkte sollen Bestandteil des Konzeptes sein:
Bezugsberechtigt sollen
- die Leistungsbezieher des Arbeitslosengeldes II,
- der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsunfähigkeit,
- der wirtschaftlichen Jugendhilfe
- oder nach dem Asylbewerberleistungsgesetz sein.
Das personenbezogene Ticket soll für den Preis von monatlich 15 € erhältlich und im gesamten Würzburger Landkreisgebiet gültig sein.
Alternativ wären andere Konzepte für den besagten Personenkreis zu erarbeiten.

Begründung:

Der bezahlbare Zugang zu Mobilität ist für Menschen eine wichtige
Voraussetzung für die Teilnahme am sozialen und gesellschaftlichen Leben.

Im Regelsatz von Arbeitslosengeld II sind ca. 15 € im Monat für Verkehrsdienstleistungen vorgesehen. Dieser Betrag reicht nicht aus, Betroffenen die nötigen Fahrten zu ermöglichen. Der Besuch der Tafel im Landkreis (Höchberg) oder in der Stadt, Behördengänge, Besuch der ARGE oder ein Facharztbesuch werden zum finanziellen Risiko.
Einzeltickets z.B. aus dem südlichen Landkreis können bis zu 6.50 € kosten.

Viele Kommunen haben inzwischen Sozialtickets eingeführt, so z.B. der Landkreis München, Bottrop, Dortmund, Leipzig u.v.m.
Auch in der Stadt Würzburg wurde ein Sozialticket schon diskutiert und von der SPD- Fraktion eine Bereitschaft signalisiert, bei Einführung eines Sozialtickets im Landkreis mitzuziehen.

Welche zusätzliche Mittel die Einführung eines Sozialtickets kosten würde, müsste festgestellt werden. Bei der Rechnung darf nicht vergessen werden, daß dadurch auch Mehreinnahmen generiert werden.
Beispiel: In Köln sind zur Zeit 170.000 Personen anspruchsberechtigt. Inzwischen haben 63.000 Personen ein Monatsticket für 25 Euro bei den Kölner Verkehrsbetrieben erworben, was einem Umsatzplus von 300.000 Euro entspricht. Bei einem avisierten Ziel von 97.000 verkauften Tickets wäre ein Umsatzplus von 1,2 Mio. Euro zu erwarten

 

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