EU- Schulobstprogramm kann jetzt starten

Veröffentlicht am 03.03.2010 in Bildung

Das Europäische Schulobstprogramm kann nun endlich auch im Freistaat Bayern starten, nachdem die Staatsregierung in der Haushaltsausschusssitzung (25.02.2010) einem Antrag der SPD- Fraktion zugestimmt hat und in den Schulen keine Gelder eingesammelt werden müssen.

Der Bundesrat hatte bereits im September 2009 beschlossen, dass künftig auch Schulkinder in Deutschland in den Genuss von kostenlosem Obst und Gemüse kommen sollen. Seitdem versuchte die Staatsregierung die Kosten aufzuteilen. Für die SPD ist es nur gerecht, dass der Staat die 36 Euro pro Kind, die es kostet um ein Jahr kostenlos Obst zur Verfügung zu stellen, zu tragen hat.

Der bayerische Landesvorsitzende der SPD, Florian Pronold MdB, bezeichnete das Programm als notwendigen und sinnvollen Beitrag zur gesunden Ernährung der Schülerinnen und Schüler. „Die Idee der Staatsregierung, nach dem der Mehrwertsteueranteil von den Schulen bei den Eltern einkassiert werden oder durch Sponsoren getragen werden sollte, war eine Schnapsidee. Dieses Vorgehen hätte dafür gesorgt, dass in den Schulen für die Einholung von Kleinstbeträgen eine überbordende Bürokratie entstanden wäre und das sinnvolle Projekt gescheitert wäre“, kritisierte Pronold die Pläne der
Staatsregierung. „Gut, dass das nun vom Tisch ist. Bayernweit hätten 140 000 Euro von den Eltern unserer Schülerinnen und Schüler gesammelt werden müssen.“

Mit dem Schulobst- Programm will die Europäische Union dem Mangel an gesunder Ernährung entgegentreten und bei Kindern eine nachhaltige Änderung des Essensverhaltens bewirken. Zwischen 200 und 230 Gramm Obst täglich empfiehlt zum Beispiel das Forschungsinstitut für Kinderernährung in Dortmund. Die Realität der Ernährung sieht aber anders aus – gerade bei Kindern aus sozial schwachen Familien. Laut EU soll heute bereits eines von vier Kindern in Europa entweder übergewichtig oder dickleibig sein. Eine alarmierende Zahl mit steigender Tendenz.

 

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