10 Jahre Equal Pay Day: SPD fordert Lohngerechtigkeit

Veröffentlicht am 17.03.2017 in Landespolitik

SPD-Frauenpolitikerinnen Strohmayr und Müller beklagen mangelnde Durchsetzung von Entgeltgleichheit

Die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern ist immer noch zu groß. Die frauenpolitischen Sprecherinnen der SPD-Landtagsfraktion, Dr. Simone Strohmayr und Ruth Müller fordern deshalb mehr Anstrengungen zur Angleichung der Gehälter. So verdienen in Bayern Frauen immer noch circa 25 Prozent weniger als Männer. „Der Unterschied beträgt zum Beispiel bei Ingenieurinnen 1.327 Euro im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen. Dieses Minus findet sich nicht nur auf dem Lohnzettel, sondern auch in der Rente wieder. Und das, obwohl gleicher Lohn für gleiche Arbeit geltendes Recht in Deutschland ist – Gleichstellung von Frauen und Männern ist immerhin seit mehr als 60 Jahren im Grundgesetz verankert, das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz und die EU-Charta schreiben gleiche Entlohnung vor“, erklärt Strohmayr, die auch stellvertretende Fraktionsvorsitzende ist.

Überfällig sei deshalb auch das von Bundesfamilienministerin Schwesig im Januar verabschiedete Gesetz für mehr Lohngerechtigkeit zwischen Frauen und Männern gewesen. Dieses gibt Beschäftigten einen Auskunftsanspruch über das Einkommen von Kollegen in vergleichbaren Positionen. Es löse jedoch nicht alle Probleme, wie Müller mahnt: „Frauen haben nicht nur generell seltener einen festen Job, sie arbeiten auch allzu oft nur in Teilzeitmodellen, haben kaum Karrierechancen und verdienen weniger als ihnen zustehen würde.“

Die SPD-Landtagsfraktion fordert deshalb gesetzliche Regelungen zur Gleichstellungen in der Wirtschaft sowie im öffentlichen Dienst. Der Freistaat Bayern könne ein Vorbild bei Karrierechancen sein. In einem Gesetzentwurf (PDF hier abrufbar) der SPD zur Novellierung der Gleichstellung in Bayern wird mit einer Quotenregelung sichergestellt, dass in allen Laufbahnen der Frauenanteil auf 50% angehoben wird.

Auch könne man vom Beispiel skandinavischer Länder lernen. Dort profitieren Frauen von einem besseren Angebot der Kinderbetreuung und paritätischen Elternzeit-Modellen.

Der Equal Pay Day findet am kommenden Samstag (18.03.2017) zum zehnten Mal statt.

 

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