Altersarmut in Bayern ist weiblich

Veröffentlicht am 25.09.2011 in Landespolitik

Angesichts der veröffentlichten Zahlen zum Armutsrisiko in Bayern erklärt Natascha Kohnen, Generalsekretärin der BayernSPD:

Altersarmut in Bayern ist weiblich. Deshalb muss gleicher Lohn für gleiche Arbeit endlich Wirklichkeit werden. Während der allgemeine Abstand zwischen den Geschlechtern bei 1,7 Prozent liegt, steigt er ab 65 Jahren deutlich an: Frauen waren 2010 mit 16,8 Prozent armutsgefährdet, während der Anteil bei Männern bei 12,5 Prozent lag.

Grund dafür sind die geringeren Einzahlungen in die sozialen Sicherungssysteme. Wer weniger in die Rentenkasse einzahlt, hat später weniger Anspruch auf eine Rente, die für ein Leben in Würde reicht. Die Unterschiede rühren vor allem daher, dass Frauen in Bayern nicht nur 24 Prozent weniger als ihre gleichqualifizierten männlichen Kollegen verdienen, sondern einen Anteil von 77 Prozent aller geringfügig Beschäftigten im Jahr 2010 stellen.

Dringend notwendig ist deshalb eine Reform des Bayerischen Gleichstellungsgesetzes und die Einführung eines Gleichstellungsgesetztes für die Privatwirtschaft. Wir fordern gleichen Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit. Voraussetzung hierfür ist ein flächendeckender gesetzlicher Mindestlohn von mindestens 8.50 Euro. Der Freistaat Bayern, als auch die gesamte öffentliche Verwaltung, müssen als Arbeitgeber mit gutem Beispiel vorangehen.

 

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