Frauen haben ein Recht auf mehr!

Veröffentlicht am 19.03.2016 in Arbeitsgemeinschaften

Die EPD Fahne weht in der Würzburger Domstrasse

Frauen erhalten im Durchschnitt immer noch 21 Prozent weniger Lohn oder Gehalt als Männer. Darauf macht zum 8. Mal in Folge der „Equal Pay Day“ in Deutschland aufmerksam. Die SPD-Abgeordneten nutzten eine Kundgebung, um gemeinsam mit Gewerkschaften, Sozialverbänden und politischen Mitstreiterinnen und Mitstreitern in Berlin gegen geschlechterbedingte Lohndiskriminierung zu demonstrieren – und die zügige Umsetzung eines Gesetzes für mehr Lohngerechtigkeit einzufordern.

 

Der internationale Equal Pay Day markiert in jedem Jahr den Tag, an dem Frauen den gleichen Lohn erwirtschaftet haben wie Männer zum 31. Dezember des Vorjahres – und das für gleiche oder gleichwertige Arbeit! In Deutschland fällt der Tag in diesem Jahr auf den 19. März 2016. Einen Tag zuvor beteiligte sich die SPD-Bundestagsfraktion an einer "Equal Pay Day"-Kundgebung in Berlin, zu der der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB), der Deutsche Frauenrat und der Sozialverband Deutschland (SoVD) aufgerufen hatten. Gemeinsam mit Gleichgesinnten zeigten die Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten auf dem Pariser Platz, wie wichtig ihnen das im Koalitionsvertrag verankerte Vorhaben der gleichen Entlohnung von Frauen und Männern ist.

 

Entgeltgleichheit ist Frage der Gerechtigkeit

 

Rechnerisch müssen Frauen in Deutschland noch immer zweieinhalb Monate mehr arbeiten, um auf das durchschnittliche Jahresentgelt von Männern zu kommen. Die vielfältigen Ursachen für diesen Lohnunterschied seien bekannt, betonte Elke Ferner, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend, in ihrer Rede vor dem Brandenburger Tor. Frauen arbeiten häufiger im Niedriglohnsektor, eher in kleinen Betrieben ohne Tarifbindung und seltener in Führungspositionen. Sie tragen den größten Teil der Familienarbeit, sind oft Teilzeit erwerbstätig mit allen Konsequenzen für Rente und Aufstiegschancen, und ihre Arbeit erfährt häufig nicht die verdiente Wertschätzung. „Doch erklärbar heißt nicht gerechtfertigt“, so Ferner. Die gleiche und gleichwertige Bezahlung von Frauen und Männer sei schließlich eine Frage der Gerechtigkeit – und „eine gesellschaftliche Gesamtaufgabe“. Ferner weiß: Es gibt nicht das eine Gesetz, das die Lohnlücke auf einen Schlag schließt. Doch neben den bereits beschlossenen Maßnahmen – vor allem die Einführung des Mindestlohns und für die bessere Vereinbarkeit von Familie, Beruf und Pflege – brauche Deutschland ein Gesetz, das dem Grundsatz von „Gleichem Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit“ zu mehr Wirksamkeit verhilft.

 

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