Für gute Arbeit und Wertschätzung in der Pflege

Veröffentlicht am 25.02.2015 in Bundespolitik

Eine aktuelle Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) belegt, dass Fachkräfte in der Altenpflege bundesweit erheblich weniger verdienen als Fachkräfte anderer Berufe (im Osten 16,1 Prozent und im Westen 17 Prozent weniger) und auch als Fachkräfte in der Krankenpflege (im Osten 28,9 Prozent und im Westen 18,2 Prozent weniger).

Die enormen Entgeltunterschiede zwischen Kranken- und AltenpflegerInnen sind laut Studie damit begründet, dass KrankenpflegerInnen überwiegend im Krankenhaus arbeiten, während AltenpflegerInnen überwiegend in stationären oder ambulanten Einrichtungen tätig sind. Diese unterliegen unterschiedlichen Finanzierungsregeln. AltenpflegehelferInnen verdienen im Osten 19,3 Prozent und im Westen 24,9 Prozent weniger als KrankenpflegehelferInnen. Damit liegen sie in Ostdeutschland 35,5 Prozent und in Westdeutschland 40 Prozent unter dem Entgelt anderer Berufsfachkräfte. Der Gehaltsunterschied zwischen Frauen und Männern beträgt in der Krankenpflege 9,4 Prozent und in der Altenpflege 4,5 Prozent. Laut IAB- Studie sind Gründe dafür die familienbedingten Unterbrechungen der weiblichen Berufslaufbahnen und ihre Konzentrierung auf Betriebe ohne Tarifbindung. Angesichts der steigenden Zahl pflegebedürftiger Menschen gilt es, junge Männer und Frauen gleichermaßen für die Pflegeberufe gewinnen. Durch mehr Wertschätzung, gerechtere (tarifliche) Entlohnung,alter(n)sgerechte Arbeitszeit und Arbeitsplatzmodelle,betriebliche Gesundheitsförderung und ein geschlechter gerechtes Personal- und Organisationsmanagement. Die SPD setzt sich seit langem für eine bessere tarifliche Bezahlung in der Pflege ein. Wir wollen einen flächendeckenden Tariflohn. Im Rahmen des 2014 verabschiedeten Pflegestärkungsgesetzes 1 haben wir die Tariflöhne gestärkt. In dieser Legislaturperiode werden wir ein Pflegeberufegesetz mit einer gemeinsamen Pflegeausbildung und einem einheitlichen Berufsabschluss für alle verabschieden. Damit steigern wir die Attraktivität des Pflegeberufes, erhöhen die Durchlässigkeit und die Chance auf Verbleib im Berufsfeld bis zur abschlagfreien Rente.

 

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