Neue Studie: "Frauen in der Politik – im Rahmen der EU"

Veröffentlicht am 29.10.2009 in Europa

Das österreichischen Instituts für Parlamentarismus und Demokratiefragen hat gerechnet. Ergebnis: Politikerinnen in EU-Ländern sind dünn gesät, vor allem in den Beitrittsländern.
Derzeit gibt in den 27 EU-Staaten nur eine Regierungschefin(Angela Merkel). Das entspricht einem Prozentsatz von 3,7 Prozent.
Nur Finnland fällt aus dem Rahmen.

  • Finnland verfügtnicht nur über eine Staatspräsidentin ; dort sind die meisten Minister Ministerinnen.
  • Spanien macht halbe-halbe am Kabinettstisch. Die Spanier sind damit in der seltenen Lage, eine Verteidigungsministerin zu beobachten, die hochschwanger Paraden abnimmt.
  • Beim Frauenanteil in den nationalen Parlamenten rangiert Schweden mit 47,3 Prozent an der Spitze, gefolgt von Finnland (41%), und den Niederlanden (40,7%).
  • Wenig Frauen sich dagegen in den Parlamenten von Malta (8,7%) und Ungarn (11,1%).
  • Im EU-Durchschnitt geht nicht einmal jedes vierte Mandat in einem nationalen Parlament an eine Frau (24%).
  • Im Europäischen Parlament sind es 35%. An der Spitze liegt Finnland mit 62 Prozent, Schweden mit 56 und Estland mit 50 Prozent. Das absolute Schlusslicht bildet Malta mit keiner einzigen Frau.
  • In Frankreich eine Geschlechter-Quote für nationale Wahlen in der Verfassung verankert ist.
  • Einfachgesetzliche Quotenregelungen für Wahlen gelten in Belgien, Portugal, Slowenien, Spanien und neuerdings auch in Griechenland.
  • In 22 Staaten haben politische Parteien für die KandidatInnenauswahl Quoten festgelegt.
  • Nur in fünf EU-Staaten gibt es derzeit keinerlei Quotenvorgaben: Bulgarien, Dänemark, Estland, Lettland - und Spitzenreiterin Finnland.
hier finden Sie die Studie