Sichere und individualisierte Gesundheitsversorgung für Kinder und Jugendliche

Veröffentlicht am 29.07.2020 in Allgemein

Dafür machen wir uns stark:

  • - Sofort 13 Prozent der Mittel des Zukunftsprogramm Krankenhäuser für Kinderkliniken: Ein Wumms für Kindergesundheit!
  • - Verlässliche Finanzierung für innovative Strukturen der stationären und ambulanten Versorgung
  • - Eigene Finanzierungsgrundlagen für Kinderkliniken außerhalb des DRG-Systems
  • - Reform der Fallpauschalen auch für niedergelassene Kinderärztinnen und -ärzte
  • - Anreize und eigene Ausbildungselemente für Kinderärzt*innen und Kinderpsychiater*innen g Sichere Medikamente für die besonderen Bedarfe von Kindern und Jugendlichen
  • - Erschließung der Möglichkeiten der Telemedizin für die Kinder- und Jugendmedizin
  • - Aufbau eines Kompetenznetzes für Forschung und Kooperation im Bereich Kindergesundheit                                                                                               

  Unsere Gesundheit und die der Menschen, die uns nahestehen, ist unser höchstes Gut – das hat uns die Corona-Pandemie vor Augen geführt. Eine hochwertige Gesundheitsversorgung für alle ist insofern eine zentrale Aufgabe der öffentlichen Daseinsvorsorge und Grundlage für gleichwertige Lebenschancen in allen Regionen in Deutschland. Für das gesunde Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen ist es insbesondere wichtig, dass Eltern bei gesundheitlichen Fragen und Problemen ihrer Kinder auf kompetente und gut ausgestattete kinder- und jugendärztliche und – psychiatrische Praxen, auf Kinder- und Jugendkliniken und Sozial-Pädiatrische Zentren (SPZ) vertrauen können. Von Geburt an können sich gesundheitliche Probleme aufgrund von Armut häufen. Letztlich beeinflusst die soziale Herkunft die gesundheitliche Lage von Kindern und Jugendlichen mehr als bei Erwachsenen. Insbesondere Kinder und Jugendliche aus sozial benachteiligten Familien und ihre Eltern sind deshalb auf einen niederschwelligen Zugang zu einer guten medizinischen Versorgung und Behandlungsbegleitung angewiesen.

Dies gilt nicht zuletzt für Kinder und Jugendliche mit chronischen Erkrankungen, an denen in Deutschland bis zu 10 % aller Heranwachsenden bis zum Erreichen des Erwachsenenalters erkranken. Gerade sie benötigen die besondere Sorgfalt und damit Unterstützung für eine durch Krankheit möglichst unbeeinträchtigte körperliche und psychische Entwicklung, eine altersadäquate Lebensqualität und soziale Teilhabe mit dem Ziel einer selbstbestimmten, eigenständigen Lebensführung. Insgesamt wird gegenwärtig schon im Kindesalter eine deutliche Verschiebung des Krankheitsspektrums von akuten zu chronischen und von physischen zu psychischen Erkrankungen beobachtet und zu der neuen sogenannten pädiatrischen Morbidität. Kinder bis 14 Jahren machen insgesamt einen Anteil der Bevölkerung in Deutschland von etwa 13 Prozent aus, für die Kindermedizin werden aber derzeit nur 8 Prozent der Gesundheitskosten aufgewendet. Diese Zahlen machen deutlich, dass die Kinder- und Jugendmedizin in den Versorgungsstrukturen ein besonderes Augenmerk verdient. Kinder und Jugendliche haben entsprechend der UN-Kinderrechtskonvention ein Recht auf eine bestmögliche, altersgerechte und interdisziplinäre Gesundheitsversorgung. Wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten sehen uns deshalb in der besonderen Verantwortung, dafür zu sorgen, dass Familien mit Kindern und Jugendlichen im Fall der Fälle schnell und gut erreichbar eine kompetente medizinische und sozial-pädiatrische Unterstützung erhalten – egal, wo sie wohnen. Familien mit schwerkranken oder pflegeintensiven Kindern benötigen Entlastung und ambulante Begleitung. Wir setzen uns daher für dauerhafte Fördermöglichkeiten ein, um die Kinder- und Jugendhospizarbeit zu stärken. Das Konjunkturprogramm der Bundesregierung stellt mit dem Baustein „Zukunftsprogramm Krankenhäuser“ Mittel für Investitionen bereit. Wir setzen uns aktuell dafür ein, dass ein sachgerechter Anteil von 13 Prozent davon für die Finanzierung kinder- und jugendmedizinischer Versorgungsstrukturen verwendet werden kann. Die Kinder- und Jugendmedizin ist in ihrer Gesamtheit der komplexeste medizinische Fachbereich überhaupt. Kinder und Jugendliche sind nicht nur in ihren altersbedingten physiologischen und psychischen Entwicklungsstufen hoch verschieden, sondern auch in ihren Krankheitsbildern und Krankheitsverläufen.

 

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