29.10.2018 in Allgemein

Friedensnobelpreis für den Einsatz gegen Gewalt an Frauen

 

Der Gynäkologe Denis Mukwege und die Aktivistin Nadia Murad (links im Bild) wurden gemeinsam für ihr mutiges Engagement gegen sexuelle Gewalt an Frauen mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Mit den beiden Preisträgern wurden zwei Menschen geehrt, die das Europäische Parlament bereits 2016 bzw. 2014 für ihr Engagement gewürdigt hat.

„Beide Preisträger haben vielfältige Zeichen gesetzt, dass weibliche Körper kein Schlachtfeld sein dürfen und sexuelle Gewalt an Frauen kein Mittel zur Kriegsführung. Mukwege und Murad haben mich bei ihren Ehrungen im Plenum tief beeindruckt. Ich freue mich sehr, dass die beiden nun für ihren mutigen Einsatz mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurden“, betont Kerstin Westphal, EU-Abgeordnete aus Schweinfurt .

29.10.2018 in Presse

Rente sichern

 

31.08.2018 in Allgemein

Wie die Frauenquote der SPD das Land veränderte

 

Am 30. August 1988 votierte die SPD nach jahrzehntelanger Auseinandersetzung für die Frauenquote. Nicht alle Sozialdemokratinnen waren damals begeistert. Doch heute sagen die meisten: Die 40-Prozent-Quote für Frauen und Männer hat sich bewährt.

Beim Blick zurück auf 30 Jahre Frauenquote bei der SPD sagt Herta Däubler-Gmelin: „Vor der Quote haben die Männer immer gesagt, leider, leider haben wir keine Frauen, die bereit sind, zu kandidieren. Das änderte sich dann ganz schnell. Vor allem in die lokalen Parlamente zogen die Frauen ein und sorgten dafür, dass der Alltag der Familien besser wurde, durch andere Kindergarten-Öffnungszeiten, durch Busverbindungen, die besser angepasst waren an Schul- und Arbeitszeiten.“ Die spätere Bundesjustizministerin wurde auf diesem denkwürdigen „Quoten- Parteitag“ am 30. August 1988 in Münster zur ersten weiblichen stellvertretenden Parteivorsitzenden gewählt.

02.08.2018 in Allgemein

Was ist meine Arbeit wert?

 

Fair ist, wenn Gleiches gleich bewertet wird – das gilt auch und vor allem für die Entlohnung von Arbeit. „WERTsache Arbeit“ lautet das Motto für die Kampagne zum nächsten Equal Pay Day am 18. März 2019. Der offizielle Startschuss fällt am 14. November mit dem Auftaktforum im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. – Seien Sie dabei und diskutieren Sie mit: Wie wirkt sich die Bewertung von Arbeit in frauen- und männertypischen Berufen auf den Gender Pay Gap aus? Und wie kann die Aufwertung weiblicher Erwerbsarbeit gelingen?

Frauenarbeit ist in Deutschland noch immer weniger wert – das ist kein Novum. Eine überzeugende Ursachenanalyse gab es bisher nicht – diese liefert die Comparable Worth-Studie nun erstmals schwarz auf weiß: Die Arbeitsvergleichs-Studie hat einen Index entwickelt, mit dem die beruflichen Anforderungen von Frauen und Männern geschlechtsneutral verglichen werden können. Sie kommt zu dem Schluss: Die unterschiedliche Bewertung von Arbeit in frauen- und männertypischen Berufen hat einen großen Effekt auf die Lohnlücke – und er ist größer als bisher angenommen.

Dass uns diese Erkenntnis herausfordern wird, unser Verständnis von Männer- und Frauenberufen neu zu definieren, weiß auch Jutta Allmendinger. Um das zu zeigen, ist die bekannteste Soziologin Deutschlands einen Tag lang unter die Müllmänner gegangen. – Ihre Überzeugung: „Mehr Frauen in der Müllabfuhr würden viel dazu beitragen, das Vorurteil abzubauen, Frauen und Technik könne nicht funktionieren.“

Ihre Botschaft ist eindeutig: Männerjobs sind auch Frauenjobs und Frauenjobs können Männerjobs sein – wenn sie denn neu bewertet, Frauen nicht an den Kriterien von „Männerberufen“ und Männer nicht an denen von „Frauenberufen“ gemessen werden. „Also müssen sich die Maßstäbe ändern“, resümiert Susanne Klingner in der aktuellen Plan W Podcast-Folge „Frauen im Beruf“. – Diesem Fazit können wir uns nur anschließen.

Packen wir es also an und setzen gemeinsam neue Maßstäbe im nächsten Kampagnenjahr!


 

03.07.2018 in Arbeitsgemeinschaften

Maria Noichl neue AsF-Bundesvorsitzende

 

Was für ein tolles Ergebnis - mit fantastischen 96,9% wurde die Europaabgeordnete aus Oberbayern auf der AsF-Bundeskonferenz am 29. Juni zur neuen Bundesvorsitzenden der AsF gewählt. Liebe Maria, wir gratulieren dir zur diesem tollen Ergebnis!

Die bisherige AsF-Vorsitzende, die saarländische Bundestagsabgeordnete Elke Ferner, kämpfte 14 Jahre an der Spitze der SPD-Frauen für Gleichberechtigung. Für die diesjährigen Neuwahlen des Bundesvorstands war Elke nicht mehr angetreten. Wir danken ihr für ihr stetes Engagement für Frauen und die Förderung der Gleichstellung in unserer Partei und in der Gesellschaft. Die neue AsF-Bundesvorsitzende Maria Noichl ist der AsF-Bayern bestens vertraut, denn sie bringt sich in den Landesvorstand seit Jahren aktiv mit ein.

Maria Noichl ist seit 2014 Mitglied des Europäischen Parlaments. Dort ist sie Mitglied des Ausschusses für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, des Ausschusses für die Rechte der Frau und die Gleichstellung der Geschlechter sowie stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Entwicklung.