22.09.2016 in Landespolitik
„Jedes Kind hat das Recht auf kostenfreien Zugang zu frühkindlichen Bildungsangeboten“
Der SPD-Landtagsabgeordnete Volkmar Halbleib fordert kostenfreie Kindertagesstätten. „Ziel ist es, jedem Kind den Zugang zu guten frühkindlichen Bildungsangeboten zu ermöglichen - unabhängig von der Herkunft des Kindes oder der Größe des Geldbeutels der Eltern“, betont der SPD-Abgeordnete nach der Herbstklausur der SPD-Landtagsfraktion in Bad Aibling. „Kindertageseinrichtungen sind Bildungseinrichtungen. Sie müssen daher, ebenso wie der Schulbesuch, kostenfrei sein!“ Laut dem Bayerischen Landesamt für Statistik würde das im Landkreis Würzburg 4871 Kinder, im Landkreis Kitzingen 3598 Kinder betreffen, die derzeit in Kindertageseinrichtungen betreut werden.
17.09.2016 in Allgemein
„Männer und Frauen sind gleichberechtigt“
Art. 3(2) Grundgesetz
Ohne die Sozialdemokratin Elisabeth Selbert stünde dieser Satz nicht im Grundgesetz.
Die meisten Verfassungsväter wollten Frauen zwar wieder wie in der Weimarer Verfassung grundsätzlich die gleichen politischen Rechte wie Männern gewähren, mehr aber auch nicht. Elisabeth Selbert hingegen forderte, man müsse endlich über Weimar hinausgehen und Frauen Gleichberechtigung auf allen Gebieten zugestehen - für die konservative Mehrheit im Parlamentarischen Rat völlig unvorstellbar.
16.08.2016 in Allgemein
Frauen beziehen bis zu 60 Prozent weniger Rente als Männer. Obwohl sie mehr leisten – in der Sorge- und Pflegearbeit. Doch in der Rentenversicherung gilt der „Standardrentner“ mit 45 Beitragsjahren und Durchschnittsverdienst als Maß der Dinge. Ist das noch zeitgemäß?
Frauen sind nach wie vor benachteiligt. Im Erwerbsleben, wo sie immer noch nicht die gleichen Erwerbs- und Karrierechancen haben wie gleich qualifizierte Männer, zeigt dies der „gender pay gap“, die Lohnlücke, die derzeit rund 22 Prozent beträgt. In der Nacherwerbsphase ist es der „gender pension gap“, der die Ungleichheit während der Rente dokumentiert. Er besagt, dass in Deutschland Frauen um rund 60 Prozent geringere eigene Alterssicherungseinkommen als Männer beziehen.
15.06.2016 in Europa
"Wir müssen der Armut ins Gesicht sehen: Sie ist auch in der EU nach wie vor weiblich. 48,6% der ledigen Frauen hier sind nicht in der Lage, unvorhergesehene Ausgaben, wie zum Beispiel eine Waschmaschine, zu decken. Weltweit leisten Frauen zwei Drittel der Arbeitsstunden und erzeugen die Hälfte aller Lebensmittel - dabei erhalten sie nur zehn Prozent des Einkommens und besitzen sogar nur ein Prozent des Eigentums", kritisiert Maria Noichl, SPD-Europaabgeordnete und Frauenrechtsexpertin.
15.06.2016 in Gesundheit
Die Richtlinie zum Mutterschaftsurlaub ist mittlerweile 32 Jahre alt und sollte eigentlich, so war zumindest der Plan, selbst Nachwuchs in Form einer gründlichen Überarbeitung bekommen haben. Leider haben die Mitgliedstaaten mit ihrer gleichgeschlechtspolitischen Blockade dies erfolgreich verhindert. Auch die Richtlinie über die Elternzeit stammt aus dem Jahr 1996, wurde zwar im Jahr 2010 angepasst, doch ist der Reformbedarf auch hier unübersehbar.
Galten die Richtlinien in den neunziger Jahren noch als modern, so wurden sie von der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung innerhalb der Europäischen Union längst überholt. Deshalb hatte die Europäische Kommission erst im Sommer 2015 ihren "Fahrplan“ für die Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben veröffentlicht, in der der familienbedingte Urlaub eine Schlüsselrolle einnehmen sollte. Seither herrscht leider völlige Funkstille.
Dabei hat sich die Europäische Union die Gleichstellung der Geschlechter und damit verbunden die gerechte Verteilung der familiären Pflichten nicht nur auf die Fahne, sondern insbesondere in die Europäischen Verträge geschrieben.
Außerdem ist der wirtschaftliche Vorteil einer höheren Erwerbstätigkeit von Frauen nicht von der Hand zu weisen und im Hinblick auf die Strategie "Europa 2020", die eine Beschäftigungsquote der Frauen von 75% vorsieht, von allergrößter Bedeutung.

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