23.06.2017 in Europa

EU-Strategie zur Beendigung und Vermeidung des geschlechtsspezifischen Rentengefälles

 

Die Statistik ist alarmierend. In den vergangenen Jahren hat das Pensionsgefälle zwischen Geschlechtern nicht etwa ab- sondern zugenommen. So betrug das Renten- bzw. Pensionsgefälle in der EU im Jahr 2015 in der Altersgruppe der über 65-Jährigen 38,3 Prozent. Für uns Frauen ist das fürwahr kein Grund zum Jubeln. Denn es ist unmöglich, dass Frauen im 21. Jahrhundert immer noch wirtschaftlich von ihren Partnern abhängig sind und in die Falle der Altersarmut gelangen.

Während der Plenartagung in Straßburg hat das Europäische Parlament gefordert diese Herausforderung endlich anzugehen. Das sind gute Nachrichten. Frauen ein längeres Arbeiten anbieten, ihnen kürzere Karrierepausen ermöglichen oder auch die Schaffung von Anreizen für Männer, damit sie den Vaterschafts- und Elternurlaub nutzen, sind einige der vorgeschlagenen Maßnahmen.

Den sozialdemokratischen Abgeordneten ist es somit ein ganz besonderes Anliegen, dass Ungleichheiten, die einer fortschrittlichen und gesunden Gesellschaft  im Widerspruch stehen, schnellstmöglich abgebaut werden. So haben sie den Druck nochmals erhöht, damit die Mitgliedstaaten sich in den kommenden Monaten bewegen und die vorgeschlagenen Maßnahmen auch tatsächlich umsetzen und darüber hinaus auch die Ursachen des Problems betrachten.

Denn allein die Ungleichheiten in den Rentensystemen zu adressieren genügt nicht. Auch die Kernursachen des geschlechterspezifischen Rentengefälles müssen bekämpft werden. Das geschieht durch das Konzipieren von Instrumenten zur Bewertung von Arbeitsplätzen. Auch Unternehmen sollen die Lohngleichheit jährlich überprüfen und die erhobenen Daten veröffentlichen. Denn nur konkrete Maßnahmen können für Lohngleichheit und schlussendlich auch für Rentengleichheit bei Frauen und Männern sorgen.

Den Bericht findet ihr hier:

http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?type=REPORT&reference=A8-2017-0197&language=DE

08.03.2017 in Europa

KERSTIN WESTPHAL: INTERNATIONALER FRAUENTAG IST KAMPFTAG FÜR FRAUENRECHTE

 

Die Gleichberechtigung von Männern und Frauen ist eine tragende Säule unseres deutschen Grundgesetzes, dort steht sie gleich am Anfang, im dritten Artikel. Auch in der europäischen Grundrechtecharta ist die geschlechtliche Gleichberechtigung an prominenter Stelle verankert. Dennoch bekommen Frauen in Deutschland immer noch niedrigere Löhne und Pensionen, haben weniger häufig Topjobs, sind in der Politik weniger vertreten, und wenden unentgeltlich mehr Zeit für Familie und Haushalt auf als Männer.

„Es ist unglaublich“, so Kerstin Westphal, „dass wir als SozialdemokratInnen am Internationalen Frauentag noch immer auf die Tatsache hinweisen müssen, dass der Lohnunterschied zwischen Mann und Frau für gleiche berufliche Tätigkeiten im Schnitt 21 Prozent beträgt. Noch schlimmer sind aber die veralteten Rollenmodelle Rechtskonservativer und Populisten, sie sind offensichtlich noch nicht im 21. Jahrhundert angekommen.“ Im Europäischen Parlament äußerte erst kürzlich ein polnischer Abgeordneter allen Ernstes, Frauen müssten aufgrund verminderten Intelligenz weniger verdienen.

„Solche Menschen haben in demokratischen Parlamenten nichts verloren! Und es gilt für die Zukunft weiterhin dafür zu kämpfen, dass sozialdemokratische Mehrheiten die Geschlechtergerechtigkeit voranbringen“, unterstreicht Westphal.

02.03.2017 in Europa

Gleichstellung der Geschlechter im Gesundheitsbereich

 

Wissenschaftliche Studien belegen die Ungleichheiten zwischen Frauen und Männern hinsichtlich des Gesundheitszustands, hinsichtlich der gesundheitsbezogenen Verhaltensweisen und hinsichtlich des Zugangs zu Gesundheit und medizinischer Behandlung. Dies tritt etwa bei Herzerkrankungen oder beim Schmerzempfinden offen zutage. 

15.06.2016 in Europa

Maria NOICHL: „ChristdemokratInnen entziehen Frauen ihre Unterstützung"

 

"Wir müssen der Armut ins Gesicht sehen: Sie ist auch in der EU nach wie vor weiblich. 48,6% der ledigen Frauen hier sind nicht in der Lage, unvorhergesehene Ausgaben, wie zum Beispiel eine Waschmaschine, zu decken. Weltweit leisten Frauen zwei Drittel der Arbeitsstunden und erzeugen die Hälfte aller Lebensmittel - dabei erhalten sie nur zehn Prozent des Einkommens und besitzen sogar nur ein Prozent des Eigentums", kritisiert Maria Noichl, SPD-Europaabgeordnete und Frauenrechtsexpertin.

01.08.2014 in Europa

Wir spaßen nicht

 

Frauenmangel in EU-Kommission spiegelt Gender Pay Gap wieder

Die Verdienstunterschiede zwischen Männern und Frauen liegen in Deutschland aktuell bei 22%, wie das Statistische Bundesamt gestern mitteilte. Eine auch nur mittelfristige Verbesserung dieses Zustandes ist nach wie vor nicht in Sicht. "Besonders im Hinblick auf die wirtschaftliche Größe und Stärke Deutschlands in der Europäischen Union ist dies ein Skandal", kommentiert Micky Wenngatz, die Vorsitzende der AsF Bayern die Zahlen. Wie das Statistische Bundesamt auch mitteilte zeige sich, dass Deutschland mit 22 % am unteren Ende der Skala aller Mitgliedstaaten stehe. Der EU-Durchschnitt sind immer noch bedauerliche 16%.

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